Fast ins Wasser gefallen

Beim Bewegungs- und Aktionstag „Hagen in Motion“ sind Ausdauer und Improvisationstalent gefragt

 
Hagen. „Hagen in Motion“- wetterbedingt hätte diese Top-Veranstaltung der Gemeinde auch „Hagen im Regen“ heißen können. Kühle zwölf Grad Celsius und leichter Nieselregen ließen die Beteiligung hinter den Erwartungen zurückbleiben. So konnte der Landtagsabgeordnete Oliver Lottke (SPD), Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) sowie Petra Klipp, Martina Feldmann-Bienhoff und Sarah Buttelmann die Besucher fast persönlich begrüßen. Lediglich etwa 30 Zuhörer hörten die Begrüßungsreden.

Der Sommer macht Pause, da kommt das Stockbrotbraten am wärmenden Feuer gerade recht.

„Wir hatten besseres Wetter bestellt“, beteuerte Petra Klipp von der Unternehmergemeinschaft Hagen. So waren die Aussteller trotz ihrer großen Bemühungen oft allein unter ihren Pavillons, allenfalls kurze Trockenperioden lockten die Gäste unter den Schutzdächern hervor. Wetterbedingt fielen Teile des Programms buchstäblich ins Wasser. Die Basketballer der Eisbären aus Bremerhaven sagten ihr Kommen ganz ab, die Kinderchöre Beverstedt-Bokel traten mit nur zwei Nachwuchssängerinnen auf.

Jetzt schlug die Stunde von Martina Feldmann-Bienhoff, deren Improvisationstalent die Veranstaltung letztlich retten sollte. Die Organisatorin der Jugendpflege telefonierte unablässig und trug letztlich wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Verwaltung und Jugendpflege hatten ein buntes Programm mit unterschiedlichsten Aktivitäten für die ganze Familie organisiert. Im Gewerbegebiet gehörten neben der Jugendfeuerwehr Hagen, der AOK und der DLRG auch der Hagener Sportverein mit der Handballund Tischtennisabteilung, der Angelsportverein und der Kanu-Club Bremerhaven zu den Ausstellern.

Warme Waffeln und Stockbrot

Zum Mitmachen zeigte Yvonne Hochfeld in einem Workshop die Fitness-Sportart Tae Bo; eine mobile Bungee-Anlage lockte den mutigen Nachwuchs an. Guten Zuspruch fanden auch die frischen Waffeln des Landfrauenvereins Bramstedt, der Seniorenbeirat Hagen informierte zusammen mit dem Inklusionsbeirat Landkreis Cuxhaven über das Leben im Alter. Das Stockbrotbacken beim „Heizwerk“ lockte unterdessen besonders jüngere Besucher an. Christian Biernoth machte dort mit Mia und Tonia Station. Sie erfreuten sich an dem warmen Teig, der am offenen Feuer gebacken wurde. Auch Ines und Laura Pereira hatten sich bei den widrigen Witterungsbedingungen aufs Veranstaltungsgelände getraut. Gut beschirmt und wetterfest gekleidet, hatten Mutter und Tochter ihren Spaß beim Freiluft-Spiel „Vier gewinnt“.

Den Unterhaltungsteil auf der Großbühne gestalteten die Musikschule Beverstedt-Hagen, die Rockband der Waldschule „Powerranger“, die Gruppe „Firewall“ – eine Teenie Rockband aus Wittstedt – sowie das Duo2Go. Die Zahl der Zuhörer blieb bei Nieselregen überschaubar, die musikalischen Leistungen hätten mehr Publikum verdient gehabt. Mit der 17-jährigen Sarah Buttelmann hatte die Jugendpflege dazu eine Moderatorin ohne Lampenfieber gefunden. Sie führte eloquent durch das Programm der Hauptbühne.

Natürlich dankte die Organisatorin den Sponsoren, ohne deren Einsatz die Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann. Martina Feldmann-Bienhoff hob dabei einige Projekte besonders hervor. Mit QR-Codes hielt zudem eine neue Technik bei der Veranstaltung Einzug. Mittels Smartphone konnten die Gäste über einen elektronischen Laufzettel Aufgaben erfüllen und wurden dafür mit einer Urkunde belohnt.

Eine internationale Note erhielt die Veranstaltung zudem durch die Jugendlichen aus Pluznica, die im Rahmen der Jugendbegegnung bis gestern in Hagen weilten. Der Nachwuchs aus der polnischen Partnergemeinde war in Rechtenfleth untergebracht und besuchte neben „Hagen in Motion“ auch das Schützenfest. Erst gegen Veranstaltungsende besserte sich das Wetter und der stellvertretende Bürgermeister Heinz Bühring fand in seiner Abschlussrede lobende Worte für die Organisatoren – und für das Durchhaltevermögen der Aussteller.