Viele glückliche Kindergesichter – Mehr 1500 Besucher bei sechster „In motion“-Veranstaltung / Angebote kommen gut an

Hagen. Ob Bogenschießen, Angeln oder Kanufahren, Bewegung wurde am vergangenen Sonntag in Hagen besonders groß geschrieben: Bereits zum sechsten Mal fand die Veranstaltung „In motion – Hagen bewegt“ statt. Alle zwei Jahre organisiert die Hagener Jugendpflege die Großveranstaltung. „Drei Mal waren wir vorher schon in Hagen und zwei Mal in Sandstedt“, erzählt Martina Feldmann-Bienhoff, Leiterin der Hagener Jugendpflege. Als einen „Markt der Möglichkeiten“ sieht sie den aus der Präventionsarbeit entstandenen Aktionstag, bei dem es keinen Alkoholausschank gibt. „Wir bieten Vereinen den Rahmen, um sich und ihre Angebote zu präsentieren.“

„Das ist eine tolle Plattform für die Vereine.“ Uwe Schaus, Besucher

Jette (5) und Sebastian (6) üben Paddeln im großen Becken des Kanu Clubs Bremerhaven. FOTO: ANDREA GROTHEER

Jette (5) und Sebastian (6) üben Paddeln im großen Becken des Kanu Clubs Bremerhaven. FOTO: ANDREA GROTHEER

Und das nutzten die Vereine: Der Hagener Sportverein bot Beachvolleyball an, der TSV Bramstedt Floorball, die Bogenschützenabteilung des Hagener Schützenvereins lud ebenso zum Ausprobieren ein wie der Angel-Sport-Verein Hagen.

Der TSV Uthlede hatte seinen Volkstriathlon in den Aktionstag, der rund um die Kreissporthalle stattfand, integriert. Und auch die Musikschule Beverstedt-Hagen nutzte die Möglichkeit, sich zu präsentieren und ihr 25-Jähriges Jubiläum zu feiern.

Auf dem Sportplatz hinter der Turnhalle lud der FC Hagen/Uthlede dazu ein, das DFB-Fußballabzeichen abzulegen. An fünf Stationen waren Dribbelkünstler, Kopfballkönige und Flankengeber gesucht, um ihr Können unter Beweis zu stellen; ein erfolgreicher Durchlauf wurde mit einer Urkunde und einer Anstecknadel belohnt.

„Das ist abwechslungsreich und eine tolle Plattform für die Vereine“, meint Uwe Schaus aus Hagen, während Tochter Jette im großen Becken des Kanu-Clubs Bremerhaven zum ersten Mal ihre Paddelkünste ausprobiert. „Da können die Kinder sehen, was es eigentlich alles gibt“, zeigt er sich begeistert vom Grundgedanken der Veranstaltung.

Auch Marcus Romeike aus Uthlede, dessen Sohn Sebastian ebenfalls in ein kleines Kanu gestiegen ist, spricht von einer gelungenen Veranstaltung. Das richtige Auswerfen der Angel erklären Matthias Hinz und Uwe Rosch vom Angel-Sport-Verein Hagen bei einer Übung am kleinen Pool dem elfjährigen Jan aus Uthlede. Neben Fischen „beißen“ – dank Magneten – auch die Plastikenten an.

Beim Bogenschießen lernt Laura Christin Grüneberg, dass die Nasenspitze an der Sehne des Bogens liegen muss, bevor der Pfeil sich auf den Weg Richtung Zielscheibe macht. „Und das Kinn auch“, erklärt Trainer Michael Nackenhorst. Beschaulicher geht es in der Manege des Oscar-Spielmobils aus Bremen zu.

Unter einem bunten Dach laden 20 Großspiele besonders Familien zum Spielen ein. Gemeinsam mit seiner dreijährigen Enkelin Lilli nutzt Werner Saage die Gelegenheit und schiebt beim Shuffleboard die Scheiben mit Schwung über das Spielfeld. „Das ist eine tolle Sache“, so der Großvater. Die große Hüpfburg sieht sein Sohn Michael Saage als Höhepunkt für die Kinder. „Der Grundgedanke kommt gut“, meint er im Hinblick auf die vielen kostenlosen Bewegungsangebote.

Möglich sei das alles nur dank zahlreicher Sponsoren, sagt Jugendpflegerin Martina Feldmann-Bienhoff und bedankt sich für die Unterstützung. „Allein das Finanzierungsvolumen der Sponsoren macht 12 000 Euro aus“, verdeutlicht sie die Dimensionen. Sie ist am Ende des Tage zufrieden: „Ich habe ganz viele glückliche Kindergesichter gesehen“, sagt sie und geht von etwa 1500 Besuchern aus.

Auch Bürgermeister Andreas Wittenberg hat seine Turnschuhe aus dem Schrank geholt: „Wir wollen Kinder und Jugendliche sportlich motivieren, ihnen alle Möglichkeiten aufzeigen und alles versuchen, um sie in Bewegung zu bringen“, sagt er.

Quelle: OSTERHOLZER KREISBLATT vom 21. Juni 2016 (von Andrea Grotheer)